Outlander

Zur Zeit der Wikinger muss Kainen mit seinem Raumschiff auf der Erde notlanden. Wenig später entdeckt er in einem verwüsteten Dorf Spuren, die ihn schnell davon überzeugen, dass an Bord seines Schiffes ein Morween (eine Art Drache) gewesen sein muss, die für den Absturz verantwortlich ist und nun auf der Erde sein Unwesen treibt. Bevor er sich auf die Jagd begeben kann, wird Kainen allerdings von einem anderen Wikingerclan gefangen und für die Zerstörung der Siedlung verantwortlich gemacht.

Mit Mühe und Not gelingt es ihm, sich vor dem Stammeskönig zu verteidigen und seine Unschuld zu beteuern, auch wenn ihm niemand die Geschichte von einem Drachen abnehmen will. Während Kainen auf sein endgültiges Urteil wartet, fällt der Morween aber über das Dorf her und tötet ungesehen mehrere Menschen. Das verhilft Kainen zu einer Bewährungsprobe: er darf die Krieger des Stammes begleiten, um den Drachen zu jagen.

Was der Kriegstrupp findet, ist die Spur zur Höhle eines riesigen Bären, den sie in einem harten Kampf bezwingen, in dessen Verlauf es Kainen obliegt, das Leben des Königs zu retten. Alle denken nun, die Gefahr sei gebannt, und es wird eine große Feier veranstaltet. Kainen ist der Einzige, der weiß, dass der Bär nicht für die vielen Toten verantwortlich ist, aber niemand will ihm zuhören. Erst als der Morween die Feier sprengt, erkennen die Krieger ihren Irrtum…

OUTLANDER bedient sich im Fantasy-Action-Genre bei vielen anderen Filmen, mischt dies alles durcheinander und macht etwas Neues daraus. Wirklich gänzlich neu erscheinen die Ideen dadurch natürlich nicht, die Geschichte an sich ist auch ein bis zweimal zu häufig gehört worden, und aus dem Ansatz mit dem technisch hochversierten Krieger, der mit seinem Raumschiff landet, wird leider nicht viel Nutzen gezogen, so verliert Kainen gleich zu Beginn des Films alle seine futuristischen Waffen und kann später lediglich durch gehärteten Stahl und physikalisches Wissen punkten. Dass wir nebenbei noch eine aufgesetzte, fast schon gezwungen wirkende Liebesgeschichte (mit Sophia Myles) aufgedrückt bekommen, irritiert hierbei genauso sehr, wie die ebenfalls fast überflüssigen Rückblicke auf Kainans Vergangenheit (zugegeben: hierdurch erfahren wir, warum die Morween den Menschen gegenüber so feindselig sind).

Barrie Osborne, Produzent von ‚Der Herr der Ringe’, hat sich für OUTLANDER ein paar wirklich gute Schauspieler mit ins Boot geholt, um dem schon etwas angegrauten Genre einen frischen Anstrich zu verpassen. Mit Jim Caviezel als Kainen bringt er ein unverbrauchtes Heldengesicht, Ron Perlman und John Hurt glänzen jeweils als Anführer zweier Wikingerclans.

Wer auf wehende Umhänge und lange Schwerter steht, also auf das, was klassisches Fantasy-Actionkino im Stil von Conan ausmacht, der wird hier fündig. OUTLANDER hat zwar ein paar kleinere Schwächen, bleibt insgesamt seiner Linie aber treu und liefert ein solides Ergebnis ab. Ein zweites „Der Herr der Ringe“ wird hieraus aber nicht…