„Aspens ist ein gemütliches, aber dennoch herausforderndes Strategiespiel für 2 Spieler. Nutze die Kräfte von Wind und Sonne und balanciere schnelle Expansion sorgfältig mit nachhaltigem Wachstum, um deinen Gegner auszutricksen und den größten, atemberaubendsten Wald zu erschaffen.
Befriedigende Strategie – ohne den Aufwand. In 5 Minuten gelernt, in 1 Minute aufgebaut, in 30 Minuten gespielt. Leicht zu lernen, aber voller Strategie!
Unendlich oft spielbar. Stundenlanger Spielspaß. Jedes Spiel fühlt sich einzigartig an. Entdecke beim Spielen neue Strategien.
Ideal für jeden Spieler, für jeden Anlass. Von Gamern bis zu Omas, von schnellen Partien bis zu spannenden Spieleabenden.“
von Luke Roberts & Neil Edwards
Illustrationen von Kaitlin Brasfield
Grafikdesign von Mona Brandt
für 2 Spieler ab 10 Jahren
Dauer: ca. 30min
Fazit: Aspens hat mich persönlich direkt mit seiner unglaublich hübschen Optik abgeholt, noch bevor ich überhaupt wusste, wie das Spiel funktioniert. Dabei ist diese unglaublich hübsche Packung mit den kleinen und größeren Laub- bzw. Nadelbäumen aus Holz nicht einmal die Deluxe-Variante des Spiels (bei der sind die Bäume noch filigraner ausgesägt (bzw. gelasert) und nicht so stilisiert, was noch einmal für ein zusätzliches Wow-Momentchen sorgt, aber auch so ist das Spiel einfach hübsch.

Worum geht es also? Auf dem aus mehreren Kartonstücken zusammen gepuzzleten Spielplan befinden sich diverse Hex-Felder sowie drei Wasserquellen. Von diesen Wasserquellen ausgehend werden sich im Spielverlauf die Wälder erstrecken, ein Spieler spielt Nadelwald, der andere Laubwald. Nach einer initialen Baum-Setz-Runde ist der Rundenablauf immer wie folgt: der aktive Spieler würfelt mit den zwei beiliegenden Würfeln (beides Sechsseiter), einer steht für die Windrichtung und hat die Himmelsrichtungen Nordosten, Osten, Südosten, Südwesten, Westen und Nordwesten aufgedruckt. Der andere steht für die Sonne und hat die Zahlen 2-7 aufgedruckt. Die Sonne gibt an, wie viele neue Bäume ihr erhaltet, nämlich für jedes Hexfeld, auf dem mindestens die gewürfelte Augenzahl an eigenen Bäumen steht, einen Baum (das gilt für beide Spieler) plus einen zusätzlichen für den aktiven Spieler. Dieser darf nun alle neuen Bäume platzieren, entweder auf bereits besetzte Felder (um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, neue Bäume zu erhalten), oder aber auf bislang unbesetzte Felder, die an ein eigenes Feld in der gewürfelten Windrichtung plus die beiden nebenliegenden Felder liegen. Grenzt man ein komplettes Areal ab, sodass der Gegner dort nicht mehr „hinwachsen“ kann, erhält man automatisch und ohne Ressourceneinsatz für jedes auf diese Art eroberte Feld einen Baum, der dort direkt angesiedelt wird. Es wird so lange im Wechsel gespielt, bis kein freies Feld mehr übrig ist. Wer am Schluss die meisten Felder besetzt hat, gewinnt.
Das klingt erst einmal total simpel, ist aber taktisch nicht zu unterschätzen, und der eigene Spielstil wird maßgeblich auch durch den Spielstil des Gegners beeinflusst. Wenn ich zu Beginn alle meine Flächen in die Höhe wachsen lasse, um häufiger bzw. mehr Bäume zu erhalten, verpasse ich vielleicht das Wettrennen um freie Flächen, aber wenn ich zu Beginn nur in die Breite wachse, fehlt mir ggf. das „Licht“ der Sonne, um weitere Bäume zu erhalten und der Spieler, der zu Anfang eher auf Höhe gegangen ist, rennt mir dann davon. Hier ist es wichtig, die richtige Balance zu finden und den richtigen Zeitpunkt abzupassen, wo es ggf. wichtiger ist, Flächen zu gewinnen, anstatt nur darauf zu achten, auch für jedes Feld bei jedem Wurf neue Bäume zu erhalten.

Sind alle Flächen besetzt, werden die überzähligen Bäume pro Feld entfernt, um die Auswertung schnell und unkompliziert zu gestalten. Bei dieser Partie musste nicht lang gezählt werden, es war ziemlich eindeutig, dass die Taktik hinter den Laubwäldern besser aufgegangen ist als die der Nadelwälder.
Mit der Mini-Erweiterung „Majestic Marvels“ wird das gesamte Brett gedanklich in seine bestimmten Bereiche unterteilt, für die es unterschiedlich viele Punkte gibt. Dadurch wird das Spiel also nicht über die gesamte Karte entschieden, sondern über bestimmte Areale. Den Arealen werden noch zusätzliche Majestic-Karten zugeordnet, die bei der Endwertung das Zünglein an der Waage sein können. Abgesehen von diesem Wertungs-Feintuning hat die Erweiterung aber keinen Einfluss auf die eigentliche Spielweise.

ASPENS wird sicherlich noch sehr oft auf dem Tisch landen, nicht zuletzt, weil die Einstiegshürde unglaublich gering ist und man es wirklich mit so ziemlich jedem spielen kann. Das Coverartwork ist dabei übrigens so schön, dass man sich den Karton am liebsten auf den Nachttisch stellen würde, um ihn abends als letztes und morgens als erstes zu sehen. Ein ganz, ganz tolles Zwei-Personen-Spiel!
