Blair Witch (PS4 / Deep Silver)

Found-Footage-Horror im verlorenen Wald

Im Jahr 1999 wurden die Kinobesucher von „Blair Witch Projekt“ in Angst und Schrecken versetzt. Das Entwicklerstudio Bloober Team, welches bekannt für „Layers of Fear“ und „Observer“ ist, lässt uns seit dem 30.August 2019 (4.Dezember 2019 für PS4) erneut allein im Wald zurück, und das in guter alter Found-Footage-Manier. Doch wie gruselig „Blair Witch“ wirklich ist, klären wir jetzt.

Wir spielen einen Ex-Cop namens Ellis, der mit seinem Spürhund Bullet den Black Hills Forest durchkämmt, um einen vermissten Jungen wiederzufinden. Ellis kämpft allerdings mit einer traumatischen Vergangenheit, sodass wir manchmal nicht wissen, ob es nun wirklich real ist oder sich alles nur in seinem Kopf abspielt.

Bei der Erkundung des Waldes machen wir allerlei Entdeckungen, wobei uns unser treuer Gefährte Bullet begleitet. Dieser spürt Objekte für uns auf und macht auf sich aufmerksam, wenn Gefahr lauert. Auch solltet ihr euch nicht zu weit vom Spürhund wegbewegen, da es Auswirkungen auf unseren Geisteszustand hat.
Je nachdem, wie wir Bullet behandeln, beeinflussen wir auch die Beziehung zu ihm. Wir können ihn beispielsweise mit Leckerlies vollstopfen, ihn tadeln, streicheln oder etwas suchen lassen. Wenn er ein Objekt gefunden hat, können wir ihn daran schnüffeln lassen und er verfolgt die Fährte.

Mithilfe unserer Videokamera können wir gefundene Tapes abspielen und weitere Hinweise finden und sogar die Umgebung bzw. die Realität beeinflussen. Es hilft also, wenn man sich das ein oder andere Tape mehrmals anschaut.

Zu unserer Ausrüstung gehört außerdem noch ein Funkgerät, mit dem wir Kontakt zu unserem einzigen Polizeikollegen halten können, eine Taschenlampe, die etwas Licht im Wald spendet und uns gruselige Kreaturen vom Hals hält, und ein altes Handy, über das uns unsere Ex-Freundin des Öfteren anruft und uns somit etwas mehr in die Vergangenheit blicken lässt.
Sollten wir mal eine kleine Pausen benötigen von all dem Horror, können wir auch eine Runde Snake mit dem Handy spielen.

In Sachen Gameplay wurde hier das Rad zwar nicht neu erfunden, doch die Stärke des Spiels findet sich in der Story und der Atmosphäre.
Es sieht nicht nur super aus, sondern hört sich auch super an. Steine, die gegen die Bäume fliegen, Blitze erhellen augenblicklich den Wald und der Donner lässt uns zusammenzucken. Ihr solltet „Blair Witch“ also unbedingt mit einem Headset spielen.

So richtig gruselig wird es dann im letzten Viertel des Spiels. Hier erwartet euch nämlich ein Jumpscare nach dem anderen und euer Controller wird regelrecht vom Angstschweiß durchtränkt.

Nach knapp 7 Stunden war dann für uns der Horror vorbei und unser Puls konnte wieder in den Normalbereich zurückkehren.

Eine klare Kaufempfehlung von uns und ein MUSS für alle Fans des Found-Footage-Horrors.

Unser Playthrough-Video findet ihr hier: VIODYNH spielt Blair Witch auf Twitch.TV für Brandtastisch.de