Star Wars: Unlimited – Der Funke einer Rebellion – Zwei-Spieler-Starter (Asmodee Germany / Fantasy Flight Games)

„Möge die Macht mit euch sein
Begebt euch in eine Galaxis unbegrenzter Möglichkeiten mit Star Wars TM: Unlimited! In diesem leicht zu erlernenden, schnellen Trading Card Game schlüpft ihr in die Rollen bekannter Star Wars-Charaktere und liefert euch aufregende Gefechte. Beschütze als Luke Skywalker deine Verbündeten mit Schilden oder gehe als Darth Vader in die Offensive.
Diese Starter-Box für 2 Spieler enthält alles, was ihr braucht, um das Spiel kennenzulernen und direkt loszulegen: 2 vorgefertigte Decks, Regeln, Plättchen, Spielmatten und Deckboxen. Außerdem enthält diese Box 10 exklusive Karten, die nur in diesem Zwei-Spieler-Starter zu finden sind!“

von Daniel Schaefer, Jim Cartwright, Tyler Parrot und Jeremy Zwirn
deutsche Übersetzung und Redaktion: Benjamin Fischer, Susanne Kraft, Steffen Trzensky und Simon Blome

Fazit: DER FUNKE EINER REBELLION ist der Beginn eines neuen Trading Card Games mit einer bereits langfristig geplanten Zukunft, professionell organisiertem Ligaspiel (C3OP getauft 😉 ), und das Ganze mit einem Universum in der Hinterhand, was quasi unerschöpflichen Output bietet. Zufall, dass man mit der Ära Skywalker/Vader beginnt? Wohl kaum, hier wird das Fanboy-Herz direkt in die geöffnete Hand genommen und langsam zusammengedrückt; und wir Fanboys lassen dies bereitwillig mit uns geschehen, fühlen uns verstanden und abgeholt. Und auch der Titel „DER FUNKE EINER REBELLION“ ist mit Sicherheit nicht nur angelehnt an die Story von Episode IV, sondern könnte auch als Kampfansage an die großen Namen im Trading Card Game Sektor verstanden werden. Unsere erste Einschätzung: STAR WARS: UNLIMITED hat auch das Zeug dazu, den großen Mitbewerbern das Wasser abzugraben. Neben dem hier vorgestellten Zwei-Spieler-Starter gibt es zu Start auch ein Prerelease-Pack sowie einzelne Booster bzw. Booster-Displays zu kaufen.
Das Spielprinzip von STAR WARS: UNLIMITED ist hierbei für Leute, die bereits andere TCGs gespielt haben, nahezu autodidaktisch zu erlernen. Ihr startet mit sechs Handkarten, einer bereits ausliegenden Basis mit 30 Trefferpunkten und einem Kommandanten. Aus den sechs Handkarten sucht ihr zwei heraus, die ihr als Ressource ablegt, und dann kann es schon losgehen. Gespielt wird in zwei Phasen, Aktionsphase und Sammelphase. In der Aktionsphase spielt ihr immer im Wechsel eine Aktion (eine Karte spielen, mit einer Einheit angreifen, Aktionsfähigkeiten nutzen, die Initiative übernehmen oder passen), bis beide Spieler gepasst haben (der erste Spieler, der passt, übernimmt für die nächste Runde die Initiative). Danach folgt die Sammelphase, in der jeder zwei Karten nachzieht, eine Karte von seiner Hand als Ressource ablegen darf und dann alle erschöpften Karten wieder spielbereit gemacht werden.


Einheiten sind entweder Weltraumeinheiten oder Bodentruppen, der Angreifer legt jeweils fest, ob er eine Einheit im gleichen Kampfgebiet oder aber die Basis angreift. Bestimmte Einheiten verhindern diese freie Wahl, andere verursachen überschüssigen Schaden an der Basis, es gibt Schilde, die Schaden verhindern, manche Einheiten können Schilde ignorieren, etc. Bei einem Angriff gegen Einheiten werden die verursachten Treffer gegen die Widerstandskraft der angegriffenen Einheit gerechnet, der Verteidiger fügt umgekehrt aber ebenfalls den Angreifern seinen Schaden zu. Sobald die eigene Basis zerstört ist, ist das Spiel verloren.
STAR WARS: UNLIMITED vereint viele bekannte Elemente aus anderen Sammelkartenspielen und vermengt sie zu einem stimmigen eigenen System in einem megastarken Setting. Rebellen und Imperium spielen sich unterschiedlich, aber ebenbürtig. Natürlich ist es theoretisch auch möglich, rebellische und imperiale Einheiten in einem Deck zu vermischen (auch wenn dies der Story im Spiel zuwider wäre), dies kostet beim Spielen aber zusätzliche Ressourcen, wenn die gespielte Karte nicht der Kommandanten-Identität entspricht.


Was die Karten-Raritäten betrifft, so hat man sich natürlich auch hier Gedanken gemacht. Nicht nur, dass es unterschiedliche Seltenheitsgrade gibt (gewöhnlich, ungewöhnlich, selten, legendär), es gibt auch Foil-Karten und Hyperraum-Karten mit vollflächigem, randlosem Hintergrund-Artwork, das sich echt sehen lassen kann. Wer also Sammelkarten als Wertanlage sieht, wird auch hier fündig.
Auch wenn die Karteneffekte noch recht rudimentär und einfach sind, kann man bereits jetzt erahnen, welche Komplexität das Spielsystem mit den folgenden Erweiterungen und neuen Settings erlangen wird. Auch wenn das Spiel sich durch die stets wechselnden Aktionen ein wenig statisch anfühlt und man nicht direkt auf neue Bedrohungen reagieren kann oder selbst bestimmte Ketten-Kombinationen spielen kann, bleibt das Spiel auch über die Länge unglaublich spannend und mit jeder neu gespielten Karte kann sich die Lage komplett ändern und der eigentliche Plan über den Haufen geworfen werden. Wir denken: ja, die Macht ist stark in diesem Sammelkarten-Spiel. Viel Potential wir in ihm sehen! Und ja, Han hat zuerst geschossen!